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Wann und wo

Die Spielenachmittage finden normalerweise sonntags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr in den Vereinsräumen vom Bürgerhaus Haar (über dem Gasthof zur Post, Seiteneingang links) statt.

Besondere Angebote

Neun Köpfe – ein Thema – eine Spielidee – ein Team!

Mit dieser anspruchsvollen Zielvorgabe traten wir in der vergangenen Woche unser Experiment an, gemeinsam mit einer Gruppe  von neun hochbegabten Jugendlichen im Alter von 13 – 17 Jahren für fünf Tage intensiv in das Thema Spieldesign einzutauchen. In Zeiten von NSA-Affäre und täglich neuen Enthüllungen und unbequemen Wahrheiten über Facebook, Google und Co. griffen wir unter dem Motto „Der gläserne Mensch“ eine gerade brandaktuelle Problematik auf, die unser gesellschaftliches Miteinander in den kommenden Jahren vor weitaus größere Herausforderungen stellen wird als jetzt bereits.

Die Teilnehmer  gingen mit vielen neuen Inspirationen und positiven Erfahrungen nach Hause. Ich für meinen Teil nehme zwei Begriffe, die im Workshop eine große Rolle spielten, und zugleich eine wichtige Erkenntnis mit: Der Kernmechanismus dieses Workshopkonzepts funktioniert – und wesentlich dazu beigetragen hat die kooperative Zusammenarbeit sowohl des Leitungsteams als auch der Workshopteilnehmer, die auf einer soliden Vertrauensbasis beruhte und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt war.

Schakka! Erledigt, geschafft und zufriedenBesonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle natürlich bei allen, die durch ihre Unterstützung diese uns sicherlich allen in Erinnerung bleibenden Tage ermöglicht haben:  Als erstes natürlich dem engagierten und professionellen Workshopteam mit Marco Teubner und Sabine Meier, die die Jugendlichen auf ihren jeweiligen Fachgebieten da abholten, wo sie zu Beginn des Workshops standen, und sie im Verlauf der Woche durch neue Erfahrungen und das Eröffnen ungewohnter Perspektiven ein Stück weiter auf ihren eigenen Weg gebracht haben. Dem Bayerischen Spielearchiv, das als Trägerverein wichtige Aufgaben der Verwaltung übernommen hat.

Ganz besonders aber unseren Sponsoren Hans im Glück, Zoch und Ludofact für die großzügige finanzielle und materielle Unterstützung, ohne die dieses Herzensprojekt in der Form nicht möglich gewesen wäre! Ich bin sicher, dass sie eine sinnvolle Investition in die Köpfe von morgen getätigt haben, die sich in den kommenden Jahren vielfach und auf noch unvorhersehbare Weise auszahlen wird.

Mehr über das Projekt und unsere Ziele findet ihr in der Ausschreibung,  über unsere Erfahrungen in der Woche könnt ihr nachfolgend mehr erfahren…

IMG_0609_1Ein Ziel unserer Workshopwoche bestand darin, den teilnehmenden Jugendlichen anhand einer konkreten Themenstellung zu vermitteln, wie man sich den Zugang zu einer schwierigen und komplexen Themenstellung erschließen und dabei eine gemeinsame Wissensbasis aufbauen kann. Sich anschliessend auf einen aus Sicht aller Teilnehmer interessanten Teilbereich für die Umsetzung in ein Spiel zu einigen, war eine Sache. Dann aus der Vielzahl der Informationen die relevanten Aspekte herauszufiltern, diese genauer zu analysieren, damit die gewünschte Botschaft durch das Spiel transportiert wird, und schliesslich durch Reduktion der zunächst sehr komplex gedachten Abläufe zum Kernmechanismus des Spiels zu finden, war hierbei  wohl der schwierigste Teil für die meisten.

IMG_0615_1Gleichzeitig die Kommunikation innerhalb der Gruppe so zu gestalten, dass bei all diesen einzelnen Schritten ein fairer Abgleich der unterschiedlichen Interessen möglich wurde, war vielleicht die größte Herausforderung an die Jugendlichen. Durch Aufstellung eigener Kommunikationsregeln für die Gruppenarbeiten und Übernahme der Diskussionsleitung durch Moderatoren kam aber bald eine durch die Gruppe selbst gesteuerte Diskussion in Gang. Dies war ein wichtiger Schritt, um durch konstruktiven und wertschätzenden Umgang miteinander das Hauptziel am Schluß des Workshops zu erreichen: die gemeinsame Ausarbeitung einer Spielidee .

IMG_0645_1IMG_0601_1Mit einer Mischung aus  Teambuildingspielen, mit denen Kommunikation, eigene Wahrnehmung, Kreativität und gegenseitiges Vertrauen der Teilnehmer gestärkt wurden, entstand innerhalb von kurzer Zeit eine Arbeitsatmosphäre, in der die Teilnehmer intensiv und in zunehmend selbstregulierter Gruppenarbeit an der Lösung dieser schwierigen Aufgabe arbeiten konnten. Neben einer allgemeinen Einführung in die Grundlagen guten Gamedesigns erhielten und gaben die Jugendlichen in den Diskussionen immer wieder neue Impulse darüber nachzudenken, wie man unter Berücksichtigung dieser wesentlichen Aspekte das Workshopthema in ein stimmiges Spielkonzept umsetzen kann.

IMG_0565_1Die mittelalterliche Kulisse von Burg Schwaneck bot die geeignete Atmosphäre, um den Jugendlichen Anregungen zu geben, sich von gewohnten Denkmustern zu lösen und sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Die unmittelbare Nachbarschaft zur Zentrale des Bundesnachrichtendienstes gab der speziellen Spielthematik natürlich einen ganz besonderen Reiz.

Am Ende der Workshopwoche stand zwar noch kein fertiger Brettspielprototyp. Dass dies innerhalb von fünf Tagen in einer solch großen und heterogenen Gruppe gleich beim ersten Mal kaum zu erreichen ist, war dem Workshopteam von vornherein klar und stand als lediglich krönendes Nebenziel auch nicht im Fokus des Workshopteams. Mit den neuen Erfahrungen und Erkenntnissen werden wir beim nächsten Mal diesem Ziel sicher näher kommen.

IMG_0573_1Und nun zur Hauptsache: Die individuellen Reflektionen zeigten, dass das Hauptziel (siehe Beitragstitel) des Workshopteams erreicht, und die persönlichen Erwartungen aller Beteiligten an diese Woche erfüllt, teilweise sogar deutlich übertroffen wurden. Nicht nur aufgrund der  kurzen Zeit, in der die komplexe und anspruchsvolle Thematik umgesetzt werden musste, sondern auch wegen der starken Charaktere der Teilnehmer und ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen an die Problemlösung fanden alle ihre persönliche und individuell sehr unterschiedliche Herausforderung – und konnten diese im Verlauf bestens meistern.

IMG_0633_1Die Jugendlichen gingen mit der gemeinsamen Vision einer Spielidee – eine zum Workshopthema thematisch und atmosphärisch passende Storyline mit darauf abgestimmter Spielmechanik – nach Hause und waren sich darüber einig, dass sie die noch unfertige Spielidee weiter entwickeln möchten. Unabhängig davon, ob und wie die entstandene Spielidee nun in Eigenregie von den Jugendlichen in den kommenden Monaten weiterverfolgt wird – die Grundlagen für eine konstruktive und kreative Teamarbeit wurden sicherlich gelegt. Nicht nur für dieses, sondern auch für zukünftige Aufgaben als Problemlöser und – ganz im Sinne Jane McGonigals – als Weltretter 😉

 

 

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