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Die Spielenachmittage finden normalerweise sonntags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr in den Vereinsräumen vom Bürgerhaus Haar (über dem Gasthof zur Post, Seiteneingang links) statt.

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Plan YOUR Game – Wenn Ernst zum Spiel wird

IMG_1503Eine spannende und intensive Woche liegt nun hinter uns: Für knapp fünf Tage haben wir vom 20.-24.7.2015 gemeinsam mit vierzehn begabten Jugendlichen in unserem Gamedesignworkshop an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing über das Thema „Fremde Kulturen“ nachgedacht und darüber, wie man es in eine interessante Spielidee verpacken kann. Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren kamen zum Großteil aus Bayern, waren für diese besondere Veranstaltung aber auch aus Berlin, Baden-Württemberg, Niedersachsen und sogar der Schweiz angereist.

Analog31Bei der Leitung des Workshop wurde Brettspielautor Marco Teubner, Spielewerk, der bereits den Vorgänger-Workshop in 2014 zum Thema „Der Gläserne Mensch“ durchgeführt hatte, diesmal unterstützt von Clemens Hochreiter von der Münchner Spieleschmiede Reality Twist, dAnalog5ie sich auf sogenannte „Serious Games“ spezialisiert haben. Herausgekommen sind durch das Zusammenwirken der in unterschiedlichen Spielekulturen beheimateten Workshopleiter schließlich auch drei sehr unterschiedliche Prototypen: Zwei analoge, kartenbasierte Spiele, in denen man seine Kultur entweder strategisch weiterentwickelt oder bunt zusammenstellt, und eine digitale Spielform für Virtual Reality 3D-Brillen, in der Spieler in unbekannte Identitäten schlüpfen können.

Bereits am zweiten Tag des Workshops waren die Grundideen zu den Spielen entstanden. Durch intensive, konzentrierte Teamarbeit und professionelles Coaching kamen die Teilnehmer in den drei Gruppen schnell voran. So konnten auch alle Spiele am vorletzten Tag durch die Teilnehmer getestet und Verbesserungsvorschläge eingebracht werden. Dabei stellte die Spieletestung des digitalen Spiels, das in der Kürze der Zeit nur als Papier-Prototyp entwickelt wurde, eine besondere Herausforderung dar. Hierfür wurde eine Spielszene analog nachgebaut. Die Räume der Szene wurden mit Kreppband auf dem Boden als Kulisse nachgebildet. Die Aufgabentexte, die im digitalen Spiel eingeblendet oder gesprochen werden, wurden auf Karten geschrieben und an den jeweiligen Stellen in den markierten Räumen ausgelegt. Die Teilnehmer konnten so durch das Begehen der Kulissen die dargestellte Spielszene analog durchspielen und nachempfinden – eine sicherlich ungewöhnliche Erfahrung.

Auch in dieser zweiten Testung einer neuen Art von Gamedesignworkshops hat das Gesamtkonzept der Veranstaltung sowohl für die Teilnehmer als auch für das Workshopteam funktioniert. Nach ersten theoretischen Grundlagen am ersten Workshoptag traten die Workshopleiter immer weiter als Moderatoren und Coaches in den Hintergrund und die Jugendlichen erarbeiteten in intensiven Gruppenarbeiten ihre eigenen Ideen. Dabei lernten die Jugendlichen in den unterschiedlichen Phasen des Projekts beim Aushandeln ihrer Ideen auch den Umgang mit Konflikten und den Einbezug anderer Meinungen und Vorstellungen. Bei der inhaltlichen Erarbeitung trat ganz klar hervor, dass die unterschiedlichen Denkanstöße der professionellen Autoren aus dem Brettspiel- und Computerspielbereich, die zwischen den Teams wechselten, für alle Teams hilfreich waren. Diese Mischung von Inputs aus der analogen und digitalen Spielentwicklung habe ich als sehr fruchtbar erlebt.

Neben der produktiven Arbeit in den Projektteams unter professioneller Betreuung stand aber vor allem der Spaß im Vordergrund. Sei es in auflockernden Teamspielen während des Workshops oder beim abendlichen „Werwölfe im Düsterwald“, „Teamwork“, „Crossboule“ (Dank an den Zoch-Verlag für die materielle Unterstützung!), „Wie ich die Welt sehe“ und vielen anderen Spielen – beim gemeinsamen Spielerlebnis wuchsen die Teilnehmer als Gruppe zusammen. Fazit: Das Feedback am letzten Tag fiel durchgehend positiv aus und sowohl Teilnehmer als auch Workshopteam freuen sich auf eine Mitwirkung an zukünftigen Veranstaltung. Und für eine weitere Wiederholung stehen die Zeichen auf grün: bereits im Vorfeld hatte es Gespräche mit weiteren potentiellen Partnern gegeben, die Vorfreude auf weitere Veranstaltungen in den nächsten Jahren aufkommen lassen.

Poster Social X FactorBesonders spannend war für mich die Möglichkeit, das Projekt im Rahmen meines Studiums Management Sozialer Innovationen an der Hochschule München einbringen und vorstellen zu können. Im Seminar „Social-X-Factor – Wissensvermittler der Zukunft“ waren zeitgleich knapp zwanzig innovative Konzepte für ein Bildungssystem der Zukunft entwickelt worden, die am 23.7.2015 in der öffentlichen Ringvorlesung Gesellschaftliche Innovation vorgestellt wurden – darunter auch unseres.

Ich bedanke mich bei zahlreichen Bildungspartnern, die den Veranstaltungsflyer an ihr Netzwerk weitergeleitet haben und so die Veranstaltung bekannt gemacht haben. Mein besonderer Dank gilt natürlich den finanziellen Unterstützern dieses Projekts, die dazu beigetragen haben, dass die Teilnehmergebühren in einem angemessenen Rahmen gehalten werden konnten: Clemens Hochreiter, der an diesem Experiment proBono mitgewirkt hat; der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, die uns hervorragende Konditionen und beste Betreuung geboten hat; der Thomas Dehler Stiftung/Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit und dem Hans im Glück Verlag für ihre großzügigen finanziellen Beiträge. Ich bin mir sicher, dass diese Investitionen sich langfristig auszahlen werden.

Andrea Heinecke

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